Wandergruppe: Herbstausflug 2019

Der zweitägige Herbstausflug vom Sonntag + Montag, 29./30. September 2019 ist schon lange ein Highlight im Jahreskalender unserer Senioren-Wandergruppe und wird jeweils mit Spannung erwartet. Karli Weber

Am Sonntag, den 29. September, war es wieder soweit. 39 Teilnehmende trafen sich am Basler Busterminal beim Bahnhof SBB und freuten sich auf das attraktive, von den Organisatoren Marcel und Monique sowie Werner und Susi umsichtig zusammengestellte Reiseprogramm. Mit Manfred Thomann am Steuer des SETRA-Car der Firma Scherrer Carreisen fuhren wir dem Sonnenaufgang entgegen durch´s Fricktal, über den Grenzübergang bei Bad Zurzach, ins schweizerische Klettgau, weiter ins deutsche Eggingen und entlang dem zwischen 1887-1890 erbauten Bahntrassee der Wutachtalbahn, auch als Sauschwänzlebahn bekannt, nach Blumberg.

Nach einer Kaffeepause im Gasthaus „Hoher Randen“ ging es zum ersten Höhepunkt unserer Reise. Über die Strassen im Hochschwarzwald, vorbei am Hohentwiel, gelangten wir an den Überlingersee und schliesslich nach Unteruhldingen, wo sich Gelegenheit bot, das von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannte Pfahlbauerdorf zu besichtigen. Es handelt sich um eines der grössten archäologischen Freilichtmuseen Europas. 23 rekonstruierte Häuser aus der Stein- und Broncezeit (ca. 4000 – 850 v.Chr.) machen eine faszinierende versunkene Welt wieder sichtbar.

Anschliessend begaben wir uns nach Messkirch, einer Kleinstadt im Landkreis Sigmaringen, wo wir im Gasthof zum Adler mit einem leckeren Mittagessen verwöhnt wurden.  

Frisch gestärkt mit Speis und Trank nahmen wir alsdann den Weg zum zweiten Höhepunkt unter die Räder. Bei strahlendem Wetter führte die Fahrt durch die abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft Oberschwabens, in der zu verweilen, die zahlreichen Umleitungsschilder nicht unwesentlich beitrugen. Wie schon einst Johann Wolfgang von Goethe trefflich wusste: „Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen“. Mit nur unwesentlichem Rückstand erreichten wir Bad Buchau und den Federsee. Auch Letzterer zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und steht als zweitgrösster See Baden-Württembergs exemplarisch für die faszinierende Moor- und Seenlandschaft zwischen Donau und Bodensee. Ein ca 1,5 km langer Steg gab Gelegenheit zur Durchquerung eines dichten Schilfgürtels und zum Besuch einer Plattform mit spektakulärem Ausblick auf den gesamten Federsee.

Für die Nacht begaben wir uns nach Schwendi, wo uns das Hotel Oberschwäbischer Hof mit modernen, grosszügigen und ruhigen Zimmern erwartete. Beim Apéro mit hervorragenden Weinen und einem z’Nacht mit gut gewählten Menus verging der Abend bei angeregten Gesprächen schnell.

Auch am zweiten Tag liess uns der goldene Herbst nicht im Stich. Nach einem reichhaltigen Morgenbuffet war um acht Uhr Abfahrt. Wir durften noch einmal das schöne Wetter, faszinierende Wolkenbilder und eine herrlich gefärbte Landschaft geniessen. Viele Ortsnamen zogen an uns vorüber. Einige davon erinnern an das bekannte Kinderlied „Auf de schwäb‘sche Eisebahne“ (… Schtueget, Ulm und Biberach, Meckebeure, Durlesbach …) In dem Lied geht es ja bekanntlich um einen Bauern, der unter Missachtung der Beförderungsbedingungen einen Geissbock „am hintre Wage“ anband – mit unangenehmen Folgen (für den Geissbock).

Unser Ziel war die Zentrale der Firma Vom Fass AG in Waldburg. Das Unternehmen wurde 1994 gegründet. Die eigentliche Kernkompetenz Vom Fass AG liegt beim riesigen Angebot von über 36 Ölen, 24 Balsam-Essigen und 42 Likören sowie in der Idee, alle Produkte lose anzubieten und sie für die Kunden vor Ort in mitgebrachte Flaschen und Gefässe abzufüllen. Von der Vom Fass AG und ihren Franchisenehmern werden heute weltweit an über 280 Standorten Geschäfte betrieben, u.a. auch an der Freie Strasse in Basel. Im Zuge einer kurzen Einführung zum Thema „vom AZUBI zur Vertriebsidee“ und einem 3-D-Film „von der Apfelernte zum Balsam-Essig“ bot sich nach einem Rundgang durch die Produktions- und Lagerräume Gelegenheit zur Degustation verschiedener Cidre- und Essig-Produkte. Anschliessend durfte im Shop nach Herzenslust eingekauft werden.

Darauf ging die Reise weiter Richtung Lindau, durch den Pfändertunnel über Österreich und via Lustenau zum auf einer Anhöhe zwischen Staad und Thal gelegenen Restaurant Steiniger Tisch, wo auf der Aussichtsterrasse ein vorzügliches Mittagessen mit exzellenter Bedienung auf uns wartete. Der Blick auf den Bodensee im Norden, die Vorarlberger Alpen im Osten und den Alpstein im Süden machten unseren Aufenthalt zum besonderen Genuss.

In einer humorvoll vorgetragenen Rede liess Mattia die zwei gelungenen Reisetage noch einmal Revue passieren und bedankte sich im Namen aller Mitreisenden bei Monique und Marcel sowie Susi und Werner für die umsichtige und altersgerechte Organisation, Ruedi für die gewohnt perfekte Administration und nicht zuletzt unserem Fahrer Manfred für die sorgfältige Fahrweise.

Über die Autobahn St. Gallen – Gubrist – Baregg – Bözberg ging es schliesslich zum Einsteigeort zurück. Marcel liess es sich nicht nehmen, die Stop-and-go-Phase beim Gubrist mit Mundharmonika und zum Mitsingen einladenden Lagerfeuer-Melodien zu verkürzen.

Zwei erlebnisreiche Tage werden Allen in bester Erinnerung bleiben.  

 

Die Fotos dazu gibt es hier.