Wandergruppe: Dezemberwanderung rund um Allschwil

Es ist noch kühl am Morgen. Gut ausgerüstet mit wärmender Kleidung treffen sich die Wanderlustigen auf dem Dorfplatz Allschwil. Werner macht Kontrolle, noch sind nicht alle da. Beat und Edgar kommen noch aus dem warmen Caféstübli. Jetzt kann’s losgehen. Peter Bohren

Wir ziehen durch die engen Hintergassen des alten Dorfkerns mit seinen schönen alten Riegelhäusern. Der Weg steigt leicht an und bald erreichen wir offenes Gelände. Erstaunlich, wie weit weg die Stadt auf einmal ist. Immer wieder grüssen uns die „easy-Jets“ aus der Luft, wenn sie in grossem Bogen irgendwohin fliegen. Wir aber bleiben, in angeregte Gespräche vertieft, auf dem Boden.

Bald schon taucht in der Ferne der Werkhof des Revierförsters auf. Wir treffen auf einen kompetenten Fachmann, der uns in eindrücklichen Worten über die Folgen der diesjährigen Trockenheit aufklärt. Vor allem Buchen und Fichten haben gelitten. Das wahre Ausmass soll erst im nächsten Frühling sichtbar sein. Wir hören auch, was es braucht, um den Wald so zu erhalten wie er ist, wie viel Holz geschlagen wird und wie viel wieder gepflanzt wird. Man experimentiert auch mit hitzebeständigeren Sorten, Edelkastanien, Nussbäumen etc. Aber zu schnell ist die Lehrstunde vorbei. Es war interessant, wir hätten gerne noch mehr erfahren.

Weiter gehts. Noch kurz durch den Wald und bald aufs freie Feld. Dort steht doch einer mit einem Dreibein. „Ich mache ein kurzes Videoporträt fürs Jubiläum 200 Jahre BTV.“ Wir werden also auch noch für die Vereinschronik und die Ewigkeit gefilmt.

Nur noch wenige Schritte bis zu Marcel’s Schrebergartenparadies. Wo wir von ihm, zusammen mit Fränzi und Karoline, ganz herzlich empfangen werden. Ein paar Kurzwanderer sind auch schon da.

Auf dem Tisch liegt schon, schön aufgeschnitten, der grosse und feine Speckgugelhopf. Er macht uns ganz „gluschtig“. Wir müssen noch warten. Der Glühwein fehlt noch. Da kommt Marcel mit dem grossen Kochtopf und dem.. was ist denn das? Bouillon? Der Inhalt hat nicht die vertraute dunkelrote Farbe. Es ist aber einfach Glühwein auf Weissweinbasis. Schmeckt köstlich zusammen mit dem Gugelhopf. Der Wein beflügelt die Gespräche und wir greifen gerne noch einmal zu. Tradition ist auch eine Geschichte rund um Weihnachten/Santi Glaus, diesmal kommt sie aber schon vor dem Essen. Fränzi erzählt uns die Geschichte vom „glaine Stärn wo uf d’Aerde cho isch, am Himmelszält a Lugge hinterlosst, und schliesslich und ändlig vommene fürsorgliche Babbe und sym Sohn wieder an Himmel ufffe beförderet worden isch.“ So etwa die Kurzfassung, wie sie der Chronist in Erinnerung hat. Eine herzige Geschichte zur Vorweihnachtszeit.

Karoline überbringt mit gut gewählten Worten die Grüsse des BTV-Vorstands, welcher auch den feinen Apéro offeriert. Wir danken herzlich. Sie betont die Bedeutung unserer Gruppe für den BTV, sind doch die Meisten schon seit Jahrzehnten Mitglieder und waren in den unterschiedlichsten Riegen aktiv. Bevor wir gut gestärkt weiterziehen, überreicht Beat, unser erfahrener Gruppensprecher, den beiden Damen noch ein kleines Präsent als Dank für ihre Mühen. Zum Schluss gibt es noch einmal eine kurze Videosequenz für den Jubiläumsfilm.

Auf geht’s jetzt nach Allschwil zum Essen. Die Restwanderung ist leicht und bald beginnt der „Abstieg“ ins Dorf. Heuer ohne Mohrenköpfe wie früher einmal. Die Nichtwanderer erwarten uns schon bei einem Bierchen in der Remise des Restaurant „Landhus“. Es ist immer wieder schön, die alten Turnkameraden anzutreffen und sich mit ihnen auszutauschen. Was man früher alles machte und konnte, wie viele nicht mehr da sind und wie heute bei vielen der Arzt/die Gesundheit eine wichtige Rolle spielt.

Nach dem Essen, es gibt Kartoffelstock und Rindsragoût und als Dessert ein Maroni-Eis, erinnert Beat mit einfühlsamen Worten kurz an die, die im vergangenen Jahr ihre letzte Wanderung angetreten haben. Werner, Marcel und Ruedi dankt er für ihren grossen Einsatz für unsere Wandergruppe und überreicht auch ihnen ein kleines Geschenk. Schliesslich gibt Marcel noch eine Vorschau auf die Fahnenweihe und Jubiläumsaktivitäten 2019.

Mit vielen guten Wünschen für die kommenden Feiertage geht auch diese gemeinsame winterliche Wanderung zu Ende. Tschüss, Tschau, bis bald. E guets Neuis 2019.

Wir freuen uns schon auf die Januarwanderung.