Herbstausflug 2018 der Wandergruppe

Wer lebt sieht viel, wer reist sieht mehr.

Auch dieses Jahr laden Werner und Marcel zum traditionellen Herbstausflug ein. Pünktlich sind die Angemeldeten zur Stelle. Sali, wie goht’s? Händeschütteln und frohe Gesichter überall. Man sieht alte Bekannte im doppelten Sinn des Wortes. Peter Bohren

Mit dem Car geht es dem Rhein entlang nordwärts. Natürliche Uferlandschaften wechseln mit riesigen Raffinerieanlagen. Wir überqueren den Rhein und erreichen das mittelalterliche Städtchen Breisach mit seinen markanten roten Bauten. Auf der Felskuppe thront die mächtige Kirche stolz über dem Rhein. Erinnerungen an einen früheren Besuch mit der Wandergruppe kommen auf. Das Wetter ist kühl und bewölkt. Die Rundfahrt auf dem Rhein geniessen wir daher im Schiffsrestaurant bei Kaffee und Gipfeli. Die ersten Gespräche werden geknüpft. Das sanfte Gleiten im Wasser und das langsame Vorbeiziehen der Uferlandschaft hat immer seinen besonderen Reiz. Bald ist dieser erste Teil unseres Ausflugs vorbei und wir besteigen den Car, den unser bewährter Chauffeur Manfred Thomann sicher nordwärts lenkt, nach Bühl, wo in der „gude Stub“ respektive „casa antica“ das Mittagessen für uns reserviert ist. Eine wirklich heimelige Beiz. Marcel verteilt, wie schon früher, seine Kärtchen, damit auch jeder weiss, was er bestellt hat. Authentische italienische Küche kommt auf die Teller.

Nach dem schmackhaften Essen verlassen wir die Rheinebene und erfahren den Nordschwarzwald. Die Reise geht durch unbekannte Täler, über Hügel und wir erreichen bald den Aussichtspunkt Hohlohturm (1858 erbaut). Es ist stürmisch, der Wind fegt uns schier weg. Trotzdem machen wir uns vom Parkplatz auf den Weg zum Turm. Einige Mutige erklettern die 158 Stufen und auf 1022 müM! können sie eine phantastische Fernsicht geniessen. Bei günstiger Witterung soll man die Berner Alpen in der Ferne sehen. Der Wind bläst oben fast orkanartig und man mag nicht lange bleiben. Die anschliessende Wanderung führt durch einen mystischen Wald vorbei an zwei Hochmoorseen. Es ist immer noch sehr windig und bald beginnt es zu regnen. Der Weg führt nun abwärts zur Strasse nach Kaltenbronn. In einem Gasthof treffen wir auf die

Gruppe der Nichtwanderer und im Nu sitzt die ganze Wanderschar gemütlich beisammen. Bald wird es Abend und wir fahren weiter zu unserem Hotel „Kloster Hirsau". Der Ort ist bekannt für sein einst wichtiges Kloster (erbaut im 11. Jh./abgebrannt im 17 Jh.) und als Geburtsort des Literaturnobelpreisträgers Hermann Hesse. Beim Apéro (Dank an Walter Egli) und dem Nachtessen gibt es viel Gesprächsstoff.

Am nächsten Morgen fahren wir bei viel Sonnenschein zeitig weiter. Bad Wildbad ist das Ziel. Mit der Standseilbahn geht’s auf den Sommerberg. Nach einem kurzen Spaziergang sind wir am Anfang des Baumwipfelpfades. Faszinierende Ausblicke eröffnen sich uns. Bald beginnt sich der Pfad zu einem spiralförmigen Turm zu formen. Oben, weit über den Baumwipfeln geniessen wir trotz heftigem Wind die herrliche Rundsicht. Einige Mutige wählen sogar den schnellen Abstieg über die gewundene Schneckenrutsche. Durch den schönen Wald spazieren wir zurück zur Bergstation. Vor der Talfahrt bleibt noch genügend Zeit für einen Apéro.

Weiter geht’s über eine abwechslungsreiche Strecke ins Gasthaus zum Breitenberg. Wer hätte hier oben noch ein so tolles Lokal erwartet. Der abseits auf einer Anhöhe gelegene Gasthof überrascht mit einem ausgezeichneten Mittagessen in typischer Schwarzwald Ambiance. Auch hier vergeht die Zeit all zu schnell. Marcel mahnt zum Aufbruch. Später wird es still im Car. Einige machen ein Nickerchen und andere denken über die Erlebnisse der vergangenen zwei Tage nach. Dank der sicheren Fahrt unseres Chauffeurs kommen wir gut in Basel an und es gilt Abschied zu nehmen. Tschüss, mach’s guet! bis bald; gäll, s’nägscht Johr bisch au derbi. Es isch eifach schön gsi!

Wir danken den Reiseleitern für all die Mühe der Vorbereitung, der Rekognoszierung und die Betreuung während des Ausflugs. Alles hat perfekt gepasst. Super Sache. Auch dem Carchauffeur gilt unser Dank für sein sicheres und unfallfreies Fahren. Was gibt es noch zu sagen? Wir freuen uns auf ein hoffentlich nächstes Mal.

Bilder zu diesem Ausflug gibt es hier.