Wandergruppe: Dezember-Wanderung Gymnasium Oberwil – Eigene Scholle – Allschwil

12. Dezember 2017 «Same procedure as every year » Edgar Walther

Ein unvorsehbarer Fahrplanwechsel auf Jahresende ist das Trauma jedes Wanderleiters. Doch Werner Rentsch schaffte es, trotz kleinen Zeitabweichungen im Fahrplan des oft von Schülern benutzten Busses Nr. 64 alle 18 wetterfesten Wanderkollegen beim vereinbarten Treffpunkt marschbereit zusammenzubringen. Wer nun gedacht hatte, die kurze Distanz zum Aperoplatz in Kürze zu bewältigen, sah sich getäuscht. Durch Feld und Wald in einem grossen Bogen begann unsere Wanderung. Manche machten grosse Augen, als wir plötzlich an Wegschildern in französischer Sprache vorbeikamen. Etwas später erreichten wir Neuwiler im Elsass. In Gedanken dachte man bereits an einen Kaffeehalt. Aber weit gefehlt. Kurz vor dem Restaurant Starck wurde in eine Seitengasse abgebogen, zurück Richtung Allschwilerwald.  Beim Vorbeiwandern an diesem ländlichen Elsässerdorf sah man noch allerlei Tiere in den Hintergärten, wie Pferde, Hühner, Perlhühner und einen stolzen Truthahn. Später bevor wir uns fast wieder auf Schweizerboden befanden, versperrte uns noch ein mit französischer Nonchalance auf dem Flurweg parkierter Riesenlaster den Weg, an dem es galt sich vorbeizuschlängeln. Schlussendlich näherten wir uns auf von früher bekannten Trainingsrouten dem ersten Ziel, dem Garten von Marcel in der Eigenen Scholle.

Als Ueberraschung wurden wir aber nicht nur von ihm, sondern auch von seiner Tochter Karoline empfangen, zusammen mit einem wunderschönen weissen Schäferhund. Als wir dann auch den von ihr gespendeten Gugelhopf zusammen mit Glühwein in gemütlicher Runde geniessen durften, sah man nur noch zufriedene Gesichter. Dafür herzlichen Dank liebe Karoline. Im Namen des BTV-Vorstandes hiess sie uns alle willkommen und bedankte sich für unsere langjährige Treue zum Verein und für unseren Einsatz.

Nach dem Aufbruch verliessen wir den gastlichen Ort. Bald näherten wir uns Allschwil an der neu erstellten Spitzwald Siedlung vorbei auf dem Höhenweg mit einer tollen Aussicht auf die Stadt Basel, wo neue Hochhäuser wie Pilze zum Himmel ragen. Dann abwärts in die Ochsengasse und beim Dorfplatz noch ein paar Meter bis zur rustikalen Remise Winteregg vom Restaurant Landhus.

Dort sassen schon unsere Nichtwanderer unter der Führung von Beat Rubin, der sich, wie seinerzeit in den Western John Wayne, in der Ecke mit Ueberblick gemütlich gemacht hatte.   Leider füllte sich das Lokal nicht mehr ganz wie letztes Mal, da sich einige Kollegen aus gesundheitlichen Gründen abmelden mussten.

Was dann folgte, glich der Prozedur vom letzten Jahr. Jeder bestellte sein Trinken, während sich um das Essen niemand kümmern musste, denn Werner hatte schon alles im voraus bestellt. Eine Vorspeise mit Salat oder Suppe, als Hauptgang Rösti mit Kalbsgeschnetzeltem an einer feinen Sauce und noch ein Dessert.  Alles sehr fein zubereitet.

Dann erhob sich Beat in der vielseitigen Rolle als Weihnachtsmann und begann mit dem Loblied und Dank auf unsere Organisatoren in der Wandergilde angefangen mit Marcel, gleichzeitig unser Turntrainer, dann mit Ruedi Hartmann, der sowohl als Wanderleiter als auch als Redaktor unserer Wandergruppe etc. amtet und natürlich Werner Rentsch, dem wir manche schöne Wanderungen und Ausflüge zu verdanken haben. Alle wurden mit einem süssen Geschenk bedacht. Leider mussten wir dann auch zur Kenntnis nehmen, dass unser lieber Wanderkollege, Ruedi Gschwind, im Frühjahr verstorben war.

Aber auch unser Speaker kam zu seinem verdienten Weihnachtsgeschenk, das ihm von Werner unter Applaus überreicht wurde.

Etwas später erschien dann als Ueberraschung unsere Sportchefin Fränzi mit Ihrem Buch, das die schönsten Weihnachtsgeschichten auf Baseldeutsch enthält. Alle waren gespannt, was sie uns dieses Mal zu erzählen wusste. Der Anfang war es etwas gruselig mit Spinnen im Keller, aber als sich am Schluss die Spinnfäden am Weihnachtsbaum zu Goldfäden verwandelten, war das Happy Ende perfekt. Vielen Dank Fränzi für Deine Weihnachtsgeschichten, die wir jedes Jahr geniessen dürfen.

Gefehlt hat uns dieses Jahr nur unser Mundharmonikaspieler Walti, der immer noch unter den Folgen eines Autounfalles leidet, was wir sehr bedauern.

Trotzdem freuten sich wieder alle, dass sie an diesem besonderen Anlass teilnehmen konnten. Im Namen der Wanderleitung wünschen wir allen Wanderkollegen und ihren Familien frohe Weihnachten und alles Gute im Neuen Jahr.