Herbstausflug Senioren 2015

Sonntag+Montag, 27.+28. September 2015

Karli Weber

Es war am Sonntag, den 27. September 2015, kurz nach halb acht, als sich die Mitglieder der Senioren-Wandergruppe in Begleitung ihrer Partnerinnen an der Meret Oppenheim-Strasse zum diesjährigen Herbstausflug trafen. 44 gut gelaunte Teilnehmende bestiegen den von der Firma Eurobus/Erich Saner bereitgestellten Car und machten sich mit Chauffeur Robi Studer am Steuer auf den Weg Richtung Ostschweiz. Dahin, wo Kliby und Caroline zu Hause sind und die Bahn als „Thurbo“ verkehrt.

Via A3 durch das Fricktal und den Bözberg, alsdann via A1 durch Baregg und Gubrist führte der Weg um Zürich herum nach Winterthur und Frauenfeld. Unterwegs hat uns Edgar das Tagesprogramm vorgestellt und uns auf die im Restaurant Schiff in Mammern wartenden Gipfeli mit Kaffi eingestimmt. Dieses erste Etappenziel erreichten wir nach Überquerung des Seerückens, wo die zuvor durchfahrenen Nebelgebiete einem zwar kühlen aber goldenen Herbsttag wichen.

Bald schon mussten wir die freundlichen Wirtsleute verlassen, um uns auf ein Schiff der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein zu begeben. Dieses brachte uns in einer halbstündigen Fahrt von Mammern, vorbei an der Insel Werd mit der Kapelle St. Otmar, nach Stein am Rhein. Einem sehenswerten, historischen Städtchen am Fusse der Burg Hohenklingen, mit verträumten Gassen und zahlreichen kunstvoll bemalten Fachwerkhäusern, stillen Winkeln und gemütlichen Lokalitäten.

Anschliessend an unseren Rundgang ging es mit dem Bus weiter in Richtung Diessenhofen, zum Mittagessen im Restaurant Kundelfingerhof in der Gemeinde Schlatt. Dort verwöhnten uns die Gastgeber in den modern ausgebauten Räumen eines früheren Pferde- und Rinderstalls u.a. mit Erzeugnissen aus der eigenen Fischzucht.

Nach dem hervorragenden Mittagessen wurde unsere Wanderung in Angriff genommen. Sie führte uns während rund zwei Stunden ab der Klinik St. Katharinental auf einem leicht zu begehenden Wanderweg am Rheinufer entlang bis zum ehemaligen Kloster Altparadies.

Mit dem Bus fuhren wir danach weiter nach Schaffhausen. Auf dem Spaziergang durch die verwinkelten Gassen der Altstadt begleitete uns Werni’s Bekannter Roland Brütsch. Er erwies sich als engagierter Schaffhauser und informierte uns ausführlich über Geschichte und Gegenwart dieser zauberhaften Stadt am Fusse des Munots.

Müde, aber voller Eindrücke, wurden schliesslich etwas ausserhalb der Stadt im Hotel Hohberg die Zimmer bezogen. In der angrenzenden BBC-Arena, dem aktuell modernsten Hallensportzentrum der Schweiz, fand kurz darauf ein Apéro statt, in dessen Rahmen unser Speaker Heinz den Reiseorganisatoren unser aller Dank für diesen abwechslungsreichen Ausflug zum Ausdruck brachte. Im Anschluss an den Apéro stand im Hotel Hohberg ein Viergangmenu bereit. Der Abend verstrich dabei mit angeregten Gesprächen im Nu. Kaum jemand hat später noch interessiert, dass im Verlaufe der klaren Nacht ein Supervollmond und eine totale Mondfinsternis zu beobachten war.

Der zweite Tag begann mit einem reichhaltigen Morgenessen und wiederum goldigem Herbstwetter. Schon bald war Aufbruch. Unser Bus brachte uns zur in der Gemeinde Andelfingen gelegenen Halbinsel Rheinau, auf der sich eine weitläufige ehemalige Klosteranlage befindet. Ziel war aber nicht die Klosteranlage, sondern die dortige Bootsanlegestelle, wo wir von einem Schiff der „Mändli“-Flotte erwartet wurden. Die Schifffahrt ging rund um die Halbinsel Rheinau und dann rheinaufwärts durch den 7 Kilometer langen rheinischen Amazonas.

Unser Bootsführer verstand es auf witzige Art, uns Sehenswürdigkeiten und Landschaftsgeschichte näher zu bringen. Ein besonderes Schauspiel bot die Überwindung der Wehrstufe beim Kraftwerk Rheinau: Während wir die Wehrstufe zu Fuss bewältigten, wurde das Boot auf einem Rollwagen aus dem Unter- ins Oberwasser gezogen. Im weiteren Verlauf wurden wir auf die einheimischen Biber aufmerksam gemacht und erfuhren, warum Landwirte Gummistiefel tragen… Ausserdem haben wir gelernt, dass Vorauseilen gesundheitsschädlich sein kann.

Eine Dreiviertelstunde später näherten wir uns dem Schlössli Wörth und nach einer weiteren Flussbiegung dem grössten Wasserfall Kontinentaleuropas, dem Rheinfall bei Neuhausen. Über eine Breite von 150 m stürzen hier gewaltige Wassermassen über die Felsen. Wir durchfuhren das Rheinfallbecken und erlebten das Wasserspektakel in seiner ganzen Wucht aus der Nähe.

Nach dem Ausstieg durften wir wieder im Bus Platz nehmen. Er führte uns weiter ins Klettgau, bzw. ins sogenannte Schaffhauser Blauburgunderland, nach Hallau. Nach einem Apéro auf dem Hallauerberg, in dessen Rahmen wir zwei herausragende Weine der Familie Jauch (Hallauer Blanc de Noir und Dornfelder) kennen lernen konnten, begann unsere zweistündige Wanderung in einer malerischen Landschaftskulisse zum Nägeliseehof. Im Nägeliseehof sind wir vom Ehepaar Johanna und Hansjörg Jauch mit einem ausgezeichnet zubereiteten Blauburgunder Gulasch bewirtet worden.

Als alle satt geworden waren, galt es die Heimreise anzutreten. Sie führte uns aus dem Klettgau über die rechte Rheinseite bis zum Rheinübergang bei Waldshut/Koblenz und alsdann via Laufenburg zur A3 und zum Ausstiegsort an der Meret Oppenheim-Strasse. Während der Heimreise spielten Walti und Marcel auf ihren Mundharmonikas vertraute Melodien, die einige sanft hinwegdämmern liessen.

Zum Schluss liegt mir daran, Susi und Werner sowie Heidi und Edgar für den wiederum ausgezeichnet gelungenen Herbstausflug ganz herzlich zu danken. Ihr habt uns vielfältige Eindrücke einer Landesregion vermittelt, die den Meisten von uns mehr oder Minder unbekannt gewesen sein dürfte. Sicher werden diese zwei erlebnisreichen Tage allen in bester Erinnerung bleiben.

Hier die Bilder