Wandergruppe BTV Basel Senioren - Septemberwanderung 2015

Dienstag, 8. September 2015
Route: Neustalden – Zeihen – Herznach
Edgar Walther

Nach den heissen Sommertagen hat der Herbst inzwischen Einzug gehalten mit etwas kühleren Temperaturen und deshalb trafen sich vor 09.00 die Wanderkollegen vom BTV in den traditionellen Windjacken in der SBB Schalterhalle. Es herrschte bereits ein grosses Gewusel an Reiselustigen und unser Wanderleiter Werner Rentsch hatte Mühe beim Zählen seiner Schäfchen den Ueberblick nicht zu verlieren. Dann konnte es losgehen.

Beim Einstieg in den Zug Richtung Frick hatten wir Glück und konnten für unsere Gruppe ein freies Abteil ergattern. Mit dem komfortablen Schnellzug erreichten wir bald unseren Zielbahnhof. Dort ging es nicht lange und unser gelber Bus, der uns Richtung Bözberg führen sollte, traf ein. Da sich Neustalden bereits ausserhalb der TNW Zone befindet, musste aus der Wanderkasse dem Chauffeur die Differenz hinzu bezahlt werden.

Unterhalb der Passhöhe Bözberg war dann die gemütliche Fahrt zu Ende und unsere Wanderung auf Schusters Rappen begann durch einen schönen Waldweg dem Platz mit der alten Linde von Linn entgegen. Mit einer Höhe von 25 Metern und einem stattlichen Stammumfang von 11 Metern gilt sie als der mächtigste Baum des Kantons Aargau. Einer Sage nach droht, dass die Welt untergehen müsste, wenn die Linde eines Tages nicht mehr einmal jährlich ihren Schatten auf das Schloss Habsburg werfe. Bei der Besichtigung fiel auch der Blick auf eine Tafel mit dem Hinweis, dass diese alte Winter-Linde bereits 800 Jahre alt sei.

Etwas weiter kamen dann bereits die Häuser vom Dorf Linn zum Vorschein und zielstrebig erreichten wir bald unseren Aperoplatz im Schulhausareal. Hier hatte unser Wanderleiter eine Ueberraschung für uns parat. Zur Förderung des Tourismus und Vermarktung der hiesigen Produkte in den Gemeinden zwischen Aare Jura und Rhein wurde mit staatlicher Unterstützung der Verein Jurapark-Aargau gegründet mit Standort Linn. Als Vertreterin dieser Gesellschaft erzählte uns Frau Maurer, eine adrette junge Dame und nicht verwandt mit dem Bundesrat Ueli Maurer, einiges über Ziel und Zweck ihrer Institution und fand interessierte Zuhörer. Dabei kam auch der Apero nicht zu kurz mit Wein und 2 grossen Gugelhopf-Gebäcken gestiftet vom Kollegen Otto Grossenbacher. Besten Dank Otto.

Aber in Zeihen wartete ja unser Mittagessen, das wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten. Mit einem oder mehreren offerierten Aepfel der alten Sorte Goro im Gepäck marschierten wir weiter talabwärts an der ARA vorbei, Biotopen, Wasserfällen und zu unserer Verwunderung auch Bunker. Der strategische Nutzen dieser Anlagen im 2. Weltkrieg an diesem abgelegenen Ort war uns eher schleierhaft. Nachdem wir den alten Bahnhof von Zeihen erreicht hatten, teilte sich etwas später nach der Unterführung die Wandergruppe. Ein Teil wanderte gemütlich praktisch ohne Erhebung weiter neben der nicht gross befahrenen Landstrasse und der andere Teil bewältigte einen kurzen aber steilen Aufstieg in den Wald, um dann weiter oben auf einem schönen Waldsträsschen leicht abwärts das Dorf Zeihen anzusteuern. Beide Gruppen erreichten dann fast gleichzeitig das Restaurant Rössli, wo wir auf der mit Sonnenschirmen überdachten Terrasse bereits von unseren Kollegen begrüsst wurden, die direkt angereist waren.  

Nach dem alle etwas zum Trinken bestellen konnten, verkündete unser Wanderleiter die nächste Surprise. Zum Mittagessen hatte der Wirt für uns ein Kotelett von der Biersau (ernährt von Ueberbleibsel bei der Bierherstellung) auf dem Menuplan zusammen mit Pommes Frites und Gemüse, Salat oder Suppe als Vorspeise und ein kleines Dessert zum bescheidenen Preis von Fr. 24.50. Es war wirklich fein das Kotelett und einer unserer Wandervögel konnte davon nicht genug kriegen, sodass er bei seinen Kollegen noch etliche Stotzen sammelte zum Abgnagen des restlichen Fleisches.

Nach dem Essen war es dann für die Unermüdlichen und die Kurzwanderer noch eine Stunde Marschzeit über den Hügel beim Eichhof und abwärts an saftigen Wiesen mit grasenden Kühen (zum Teil noch mit Hörner) und schmucken Bauernhöfen vorbei bis nach Herznach. Dies alles bei schönem warmen Wetter, sodass die meisten froh waren, zusammen mit den bereits vorher mit dem Bus eingetroffenen Kollegen auf der Dachterrasse vom Löwen noch mit einem Abschiedsbierchen den Durst zu löschen. Diese Runde wurde von unserem Wanderleiter, Werner Rentsch, offeriert, dem wir diese schöne und gut organisierte Wandertour zu verdanken haben.

Leider geht auch der schönste Tag in gemütlicher Gesellschaft einmal zu Ende und wir mussten Abschied nehmen von dieser malerischen Landschaft im oberen Fricktal und den Bus besteigen Richtung Frick und dann mit dem Zug nach Hause.